Die Snowboard Disziplinen

Freestyle – Boardercross – Alpin

Mehrfache deutsche Meisterin und EC-Gesamtsiegerin 16/17 Leilani Ettel

Mehrfache deutsche Meisterin und EC-Gesamtsiegerin 16/17 Leilani Ettel

Halfpipe (HP)

Die Halfpipe, eine halbe nach oben offene Schneeröhre, it die Königs-Disziplin. Bis zu fünf Meter springen die Snowboarder über den Rand der Halfpipe hinaus. In einem Lauf zeigen sie zwischen fünf und acht Tricks, je nach Länger der Halfpipe (100-130 Meter). Kampfrichter (Judges) bewerten die Darbietung nach Höhe, Schwierigkeit und Style der Tricks. Halfpipe ist seit 1998 olympische Disziplin, Nicola Thost holte damals Gold in Nagano. Leilani Ettel holte den EC-Gesamt-Sieg 16/17 nach Bayern.

Snowboardcross Rennen in Grasgehren im Allgäu

Snowboardcross Rennen in Grasgehren im Allgäu

Boardercross (SBX)

Der Snowboardcross (oder Boardercross) ist eine mit diversen Hinternissen (Sprüngen, Wellen, Steilwandkurven, etc.) gespickte Abfahrt. Vier Snowboarder (manchmal auch 6) kämpfen Mann gegen Mann, Frau gegen Frau um die vordersten Plätze. Die ersten 2 eines Heats (Laufs) kommen eine Runde weiter. Bevor man im K.O.-System gegeneinander fahren kann, muss man die Qualifikation überstehen, die in Einzelzeit-läufen gefahren wird. Snowboardcross war 2006 erstmal olympisch. Leon Beckhaus wurde 2017 in Klinovec Dritter bei den Junioren-Weltmeisterschaften

Niclas Bothe (SC Garmisch-Partenkirchen) bei der Deutschen Meisterschaft 2017

Niclas Bothe (SC Garmisch-Partenkirchen) bei der Deutschen Meisterschaft 2017

Slopestyle (SS)

Ein Slopestyle besteht aus mehreren Sprüngen (Kickers, Corners, etc.) und Slide-Elementen (Rails, Jibs). Die Snowboarder müssen also wie in der Halfpipe mehrere Tricks zeigen. Slopestyle Wettkämpfe fanden bisher vor allem auf der alternativen TTR World Snowboard Tour statt. Im FIS Weltcup gibt es mittlerweile aber auch einige Slopestyle Contests. Die Disziplin ist seit Sotchi 2014 olympisch.



Kurs bei der bayerischen Meisterschaft 2017 am Sudelfeld

Kurs bei der bayerischen Meisterschaft 2017 am Sudelfeld

Parallel giant slalom (PGS)

Die Hauptdisziplin der Alpin-Racer ist der Parallel-Riesenslalom. Die Snowboarder duellieren sich dabei parallel auf zwei möglichst identischen Kursen. Nach einem Lauf werden die Seiten gewechselt, um möglich Vorteile auszugleichen. In der Qualifikation fahren alle Teilnehmer einem Zeitlauf pro Kurs. Die 16 Schnellsten kommen ins Finale, wo es im K.O.-System weiter geht. PGS ist seit 2002 olympisch. Amelie Kober holte in Turin 2006 Silber in ihrer Parade-Disziplin, Heidi Renoth 1998 den 2. Platz in Japan, Allgäuerin Selina Jörg Silber und Ramona Hofmeister Bronze in Korea 2018.

Maximilian Preissinger beim ARAG Big Air Weltcup in Mönchengladbach 2016

Maximilian Preissinger beim ARAG Big Air Weltcup in Mönchengladbach 2016

Big air (ba)

Beim Big Air geht es, wie der Name sagt, hoch in die Luft (bis zu 7 Meter hoch und 25 Meter weit). Judges bewerten wiederum Höhe, Schwierigkeit und Style der Tricks. Gesprungen wird auf einer Schanze, die oft auf einem schwindel-erregenden Gerüst mitten in einer Stadt steht (z.B. beim BA Weltcup in Mönchen-gladbach). Big Air ist eine Show-Disziplin, um Snowboarden vor grossem Publikum zu zeigen. Big Air ist nicht olympisch.


Bayerische Meisterschaft im PSL am Sudelfeld 2017

Bayerische Meisterschaft im PSL am Sudelfeld 2017

parallel slalom (psl)

Der Parallel-Slalom läuft nach dem genau gleichen Muster ab wie sein großer Bruder. Einziger Unterschied ist, dass die typsichen dreieckigen Snowboard-Tore enger gesteckt sind. Der Abstand zwischen den Toren beträgt beim PSL etwa 12 Meter, beim PGS sind es 25 Meter. Demzufolge benutzen die Fahrer im PSL kürzere Boards. Parallel-Slalom ist ab Sotchi 2014 ebenfalls eine olympische Disziplin. Die Bayerinnen Anke Karstens (Silber) und Amelie Kober (Bronze) sahnten ab.